Der deutsche Immobilienmarkt im Jahr 2026 überrascht mit altbekannter Stärke. Trotz insgesamt eher zurückhaltender Stimmung bleibt Wohnen für Investoren das heißeste Investment. Satte 84 Prozent der von EY-Parthenon befragten Branchenakteure bevorzugen Immobilien im Wohnsektor – selbst in durchwachsenen Lagen werden Preiszuwächse erwartet. Für alle im Markt ist das ein Statement: In turbulenten Zeiten bleibt das Wohnsegment ein verlässlicher Fels, während andere Assetklassen stagnieren oder sogar ins Minus rutschen.
Wohnimmobilien – Die klare Nummer eins bei Investments
Das EY-Trendbarometer bringt es klar auf den Punkt: Das Transaktionsvolumen tritt auf der Stelle, aber Wohnen liefert positive Vibes. Die Basis dieser Insights ist eine Befragung von rund 380 deutschen Investoren, Finanzierern und Developern im November 2025 (Quelle). Speziell die Prime-Lagen – also Hotspots wie City-Zentren – gelten weiterhin als Felsen in der Brandung: 76 Prozent erwarten dort steigende Preise für Wohnungen. Das Yet-Another-Surprise: Selbst in weniger begehrten Sekundärlagen schätzen 50 Prozent der Profis weiteres Wachstum, getrieben von stabiler Wohnraumnachfrage durch Demografie und Urbanisierung (hier mehr).
Was den Rest angeht – Differenzen und neue Chancen
Klar, das restliche Immobilienuniversum kann beim Siegeszug der Wohnimmobilien nicht ganz mithalten. Logistik spielt eine solide, aber nicht überragende Nebenrolle auf Platz zwei (57 Prozent Interesse), gefolgt von Lebensmitteleinzelhandel mit stabilen Aussichten (50 Prozent). Emerging Segmente wie Data Center (45 Prozent) und Life Sciences (44 Prozent) machen einen ordentlichen Sprung, während Büro und Shopping Center abseits der Toplagen weiterhin für dystopische Vibes sorgen: Stolze 76 Prozent erwarten hier Preisrückgänge (Quelle). Oder wie EY-Experte Florian Schwalm es auf den Punkt bringt: „Nutzungsart schlägt Standort: Wohnen liefert Zuverlässigkeit“ (Interview).
Preisprognose: Der Aufwärtstrend nimmt an Fahrt auf
Der Markt hat Bock auf einen Comeback-Run: Nach Jahren der Stagnation ziehen die Preise wieder an. Laut Dr. Klein sind bundesweit +3 Prozent für 2026 drin, vor allem für gute Lagen und energieeffiziente Objekte. Der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) erwartet sogar 3,1 Prozent Wachstum für selbst genutzte Wohnimmobilien. Preiszuwächse bestätigen auch aktuelle Marktdaten: Im 3. Quartal 2025 ging’s für Bestandsimmobilien um 1,5 Prozent nach oben, für Eigentumswohnungen um 0,8 Prozent (weitere Zahlen).
Die Zahlen im Detail: Regionale Trends und Preis-Moves
Wer tiefer einsteigen will: Immowelt meldet im Q4/2025 bei Bestandswohnungen ein Plus von 1,3 Prozent – jetzt im Schnitt 3.260 Euro/Qm (weiterlesen). München bleibt Vorzeige-Performer mit höheren Preisen für Eigentumswohnungen (+0,42 Prozent im Q3/2025), während Dresden einen leichten Rückgang von -0,73 Prozent meldet. Der Gesamttrend ist aber bullish, wie auch Branchenriese Vonovia im Nachgang dreijähriger Stagnation in seinem Update berichtet (Quelle).
Wohnbaukrise als Nachfrage-Booster
Warum ist das so? Die Ursache liegt tief in der aktuellen Wohnbaukrise, die quasi jeder von EY befragte Profi bemängelt hat (beleuchtet im EY Barometer). Politische Projekte wie der sogenannte „Bauturbo“ oder Sondervermögen für mehr neue Wohnungen? Prallen ab an der Bürokratie- und Kostenwand. Der Output bleibt überschaubar, stattdessen steigen die Mieten weiter – laut Schwäbisch Hall im Schnitt um 4,3 Prozent.
Demografischer Wandel gewinnt das Rennen gegen die Zinsrallye
Was das alles für Mega-Trends bedeutet: Demografie schlägt Zins bei Weitem. Die alternde Gesellschaft und fortlaufende Urbanisierung treiben die Nachfrage hoch (EY-Trendreport). In München bleiben Häuser zumindest stabil, in anderen Regionen schwanken die Preise, aber die Big-Picture-Dynamik zeigt nach oben. Top-Performer: Energieeffiziente Sanierungen (z.B. nach KfW-Standard) machen Objekte aktuell noch begehrter.
Vergleiche im Überblick – Wohnen dominiert alles
Zeit für ein Reality-Check mit konkreten Zahlen im Markt. Das EY-Trendbarometer zeigt glasklar, dass Wohnen mit 84 Prozent Investoreninteresse das Konkurrenzfeld (Logistik: 57 Prozent, LEH: 50 Prozent, Data Center 45, Life Science 44 Prozent) im Schatten stehen lässt. Die Preisprognosen für Prime-Lagen sind fast durchweg positiv, Sekundärlagen holen auf, während bei Logistik und Handel vor allem im Umland Verluste drohen. Hier bekommst du die Übersicht:
- Wohnen: 84% Interesse, Prime-Lagen: +76%, Sekundärlagen: +50% (Details)
- Logistik: 57%, Preise stabil (Prime), sonst eher rückläufig
- LEH: 50%, Preise stabil (Prime)
- Data Center/Life Sciences: Im Kommen, aber noch ohne klare Preisprognose
Diese Marktdaten und Prognosen findest du in der aktuellen Management-Analyse.
Chancen und To-Dos für Branchenprofis
Trockenes Maklerfazit? Fehlanzeige! Nur rund 65 Prozent der Kreditinstitute sind für den Gesamtmarkt bis 2030 wirklich optimistisch – Politrisiken und Regulierung sind längst wichtiger als Zinsbewegungen (Ratgeber). Trotzdem: Die Rallye der Wohnpreise setzt sich seit 2007 ungebremst fort, mit einer starken Entkoppelung von Einkommen, vor allem in Metropolen (seit 2007: +33 Prozent!). Fokus für Makler sollte also ganz klar auf Wohnportfolios in Prime- sowie stabilen Sekundärlagen liegen – und das Exposé entsprechend mit Energiekennwerten und Mietrenditen pimpen (Mehr dazu).
Verwalten, Sanieren, Diversifizieren – Erfolgsrezepte 2026
Für Hausverwalter heißt es: Energieeffiziente Sanierungen (Dämmung, Heizung, Fenster etc.) asap priorisieren – nur so sind Preissteigerungen in der aktuellen Regulierungsumgebung von ca. 3 Prozent realistisch (Details). Kooperationen mit Logistikhallen- oder Data Center-Entwicklern machen dein Portfolio krisenfester – und bringen zusätzliche Umsatzströme. Langfristig empfiehlt sich branchenweite Lobbyarbeit, damit endlich mehr Baugenehmigungen kommen und die Branche Luft holen kann (Hintergrund).
Fazit – Wohnimmobilien als Stabilitätsanker in 2026
Der Kurs ist gesetzt: Wohnimmobilien sind 2026 der absolute Safe Haven und stützen das gesamte Marktgefüge. Trotz aller regulatorischer Hürden und makroökonomischen Unsicherheiten bleibt dieses Segment für Investoren und Branchenprofis gleichermaßen der Place-to-be. Willst du die Details checken? Die wichtigsten Fakten und Prognosen findest du auf den offiziellen Seiten von EY oder hier für vertiefende Brancheneinblicke. Der Trend ist eindeutig – don’t miss it!





