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Ladeinfrastruktur 2030: Warum Mehrparteienhäuser jetzt auf E-Mobilität setzen müssen

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Die Bundesregierung macht Ernst: 2026 startet die Förderung für private Ladeinfrastruktur im Mehrparteienhaus! Erfahre, wie du als Immobilienprofi von Zuschüssen, Wertsteigerung und neuen Vermietungschancen profitierst – und warum du dich schon heute auf die E-Mobility-Revolution vorbereiten solltest.

Inhalt

Neue Chancen für Immobilienprofis
Die Zeit für Gamechanger ist gekommen: Über 21 Millionen Mehrparteienhäuser in Deutschland mit rund neun Millionen privaten Stellplätzen könnten schon bald zur Ladesäule für die Elektromobilität werden. Der Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 der Bundesregierung setzt genau hier an. Ab 2026 stehen Alleineigentümer und WEGs im Fokus einer neuen Förderung für Wallboxen und Gebäudeverstärkungen – ein echtes Plus für Immobilienbesitzer, Verwalter und Makler.
Was das für dich bedeutet? Mit der richtigen Vorbereitung nutzt du die Förderung nicht nur für die Energiewende, sondern pushst auch den Wert deiner Objekte deutlich nach oben.

Der Masterplan – Mehr als ein Fördertopf

Das Bundes-Kabinett hat zum Jahresende 2025 Nägel mit Köpfen gemacht: Der Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 bindet 41 konkrete Maßnahmen in fünf starke Handlungsfelder ein: Nachfrage stärken, Tempo machen, Wettbewerb fördern, Netzintegration verbessern und jede Menge Nutzerfreundlichkeit.
Besonders die private Schiene wird aantrekkelijk: Die Förderung hilft, teure Vorverkabelungen und Netzanschlüsse zu stemmen – Kostenfaktor Nummer 1 bei mehrgeschossigen Wohngebäuden. Anfang 2026 gibt das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV, früher BMV) die feineren Konditionen bekannt, vorausgesetzt, der Haushalt hält, was er verspricht.

Mehrparteienhäuser im Fokus der Energiewende

Warum sind Mehrparteienhäuser so wichtig? Der Ausbau der Ladepunkte stockt in Wohnanlagen, obwohl satte 24,5 Millionen Wohnungen betroffen sind (Quelle Haufe).
Die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) verpflichtet Neubauten mit mehr als drei Stellplätzen zur Ladeinfrastruktur. Bestandsobjekte stehen aber oft blank da.
Der Masterplan will das entschärfen: Kosten für Wallboxen, Netzanschlüsse und Power-Upgrades auf Hausniveau werden künftig förderfähig – damit das Gebäude mehr Stromlast für E-Autos auch wirklich tragen kann. (Details ansehen)

WEG-Praxis: Recht auf Ladepunkt – aber nur mit Beschluss

Hier wird’s tricky: In WEGs mit 9,3 Millionen Eigentumswohnungen ist ein Mehrheitsbeschluss Pflicht, bevor überhaupt einer einen Förderbescheid beantragen darf (Energie-Fachberater). Das Recht auf die eigene Wallbox ist da, aber das „Wie“ entscheidet die Eigentümergemeinschaft.
Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) signalisiert unmissverständlich: Ohne Abstimmung bleibt die Förderung außen vor. Praktische Leitfäden und Tools zur Bedarfsermittlung, Abrechnung und Regelung der Gemeinschafsnutzung sind in Arbeit.

4.000 neue Standorte und ambitionierte Ziele

Die Zahlen sprechen Bände: Bis 2030 müssen laut Experten mindestens 4.000 bis 8.000 neue Standorte her, 30 Prozent der vorhandenen Parkflächen in Wohnanlagen sollten ausgerüstet sein (Springer Professional).
Deutschland übertrifft heute schon die EU-Mindestziele in puncto Ladeinfrastruktur – das private Segment aber hinkt noch hinterher. Die Uhr tickt.

Förderung live in der Praxis: Was kommt auf dich zu?

Nehmen wir ein typisches Mehrfamilienhaus mitten in Berlin: Der Hausanschluss ist auf 63 Ampere begrenzt. Für mehrere Wallboxen reicht das nicht.
Das Förderpaket übernimmt künftig nicht nur die Modernisierung auf 125 Ampere, sondern auch die Multi-User-Wallboxen, die Strom clever verteilen.
Kostenbeispiel: Wallboxen schlagen mit 1.000–3.000 Euro zu Buche, ein erforderliches Netzupdate kann bis zu 20.000 Euro kosten (ADAC). Mit Förderquote von 30–50 Prozent kann das richtig attraktiv werden!

So läuft der Förderprozess im WEG-Alltag

In der Eigentümergemeinschaft startet der Verwalter meist mit einer digitalen Bedarfsabfrage – zum Beispiel via App (avori.energy).
Dann folgt der wichtigste Schritt: Die Eigentümerversammlung entscheidet, in der Regel mit einfacher Mehrheit, über technische Systeme wie Plug & Charge oder Solarintegration. Erfolgsstory: Mit dem KfW-Programm „Solarstrom für Elektrofahrzeuge“ flossen bis zu 10.200 Euro in Projekte mit PV, Speicher und Ladepunkt (ENBW). Ab 2026 rückt die neue Förderung vor allem den Ladeinfrastruktur-Ausbau in den Fokus.

Ländervorreiter und innovative Modelle

Die Bundesländer machen ebenfalls richtig Druck: Bayern und NRW bieten schon jetzt Zuschüsse bis zu 1.000 Euro pro Ladepunkt – unabhängig von der Bundesschiene (Infos hier).
Frische Ideen liefern Thinktanks wie das Durchleitungsmodell: Mehrere Betreiber teilen sich einen Standort, die Preise sinken für alle Beteiligten (Chargemaker). Und Immobilien mit Lademöglichkeit? Die liegen im Schnitt schon heute 10 bis 15 Prozent höher im Marktwert.

Mehr als Fördergelder: Die Brücke zur Zukunft

Der Masterplan ist kein reines Förderversprechen – er setzt auf Tempo, Bürokratieabbau und smarte steuerliche Anreize wie Sonder-AfA und Vergünstigungen bei der Umsatzsteuer (Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur).
Für dich als Immobilienprofi heißt das: Mit E-Ladefähigkeit in deiner Immobilie bist du gesetzlich auf der sicheren Seite, steigerst die Attraktivität und bleibst bei Mieten wettbewerbsfähig.
Makler profitieren direkt von extra Vermarktungsplus und können das „E-Ladefähig“-Label in Exposés als echtes Argument positionieren (Details). Auch PV, Speicher und bidirektionales Laden stehen bald auf der Agenda.

Das solltest du jetzt tun: Schritt-für-Schritt zum Erfolg

Hier dein Mini-Masterplan für 2026:

  • Bedarf checken: Starte direkt die Abfrage in deiner WEG oder deinem Immobilienbestand, idealerweise digital.
  • Beschlüsse sichern: Priorisiere Eigentümerversammlungen ab 2026 und halte Musterbeschlüsse bereit (Haufe).
  • Förderungen im Blick: Checke regelmäßig das BMDV-Portal sowie Förderportale der Länder für aktuelle Updates (einfacheauto.de).
  • Vermarktung nutzen: Ladeinfrastruktur sichtbar in Exposés kommunizieren, Wertsteigerungen realistisch kalkulieren.
  • Innovative Partner finden: Kooperationen mit Netzbetreibern und Herstellern suchen, um günstige und skalierbare Lösungen ins Haus zu holen (Details zum Durchleitungsmodell).

Der Masterplan nimmt Fahrt auf – und für dich als Verwalter, Eigentümer oder Makler wird jeder Schritt zum echten Wettbewerbsvorteil.

Next Level für deine Immobilie

Mit dem Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 ist die E-Mobilität im Mehrparteienhaus kein Buzzword mehr, sondern Realität.
Wer jetzt investiert, wandelt gesetzliche Pflicht clever in echten Mehrwert: Owner- und Vermietervorteil inklusive.
Early Birds profitieren von Zuschüssen, zufriedenen Mietern – und als Sahnehäubchen von Objekten, die 10–15 Prozent teurer gehandelt werden. Zeit, sich den Vorsprung zu sichern!

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