Die Immobilienbranche steht an einem echten Wendepunkt. Mit der neuen Delegierten Verordnung zur Überarbeitung der EU-Taxonomie-Verordnung, die am 4. Juli 2025 von der Europäischen Kommission beschlossen wurde, wirst du entlastet – endlich weniger Verwaltung und trotzdem Green Deal-konform unterwegs. Für Makler, Verwalter und alle, die seit 2022 mit den knallharten Berichtspflichten ringen, ist das ein echter Gamechanger. Die neuen Regeln sind fix und gelten ab sofort für alles rund um Nachhaltigkeitsberichte und grüne Finanzprodukte. [Quelle] [Quelle]
Die Basics: Was bedeutet EU-Taxonomie überhaupt?
Seit Anfang 2022 bist du verpflichtet, anzugeben, wie nachhaltig deine Aktivitäten sind. Die EU-Taxonomie unterscheidet streng: Deine wirtschaftlichen Tätigkeiten gelten nur dann als „grün“, wenn sie mindestens einem der sechs Umweltziele – wie z.B. Klimaschutz – dienen und gleichzeitig keine anderen Ziele killen („Do No Significant Harm“-Prinzip). Für Immobilien wird differenziert bewertet, ob es um Neubau, Sanierung, Kauf oder Rückbau geht. Alles, was du hierzu wissen musst, findest du auch bei TaylorWessing sowie im Branchenleitfaden.
Viel weniger Papierkrieg: Wesentlichkeitsschwellen und neue Tools
Die größten News sind die „de minimis thresholds“ (Wesentlichkeitsschwellen): Für dich heißt das – kleine Beträge oder irrelevante Aktivitäten kannst du jetzt rauslassen! Damit wirst du nicht mehr mit Daten überfrachtet, die sowieso keinen Impact auf Nachhaltigkeit haben. Dazu kommen stark vereinfachte Berichtsvorlagen und ein FAQ-Dokument, das wirklich fast jede Anwendungssituation abdeckt. Klingt nach Silicon-Valley? Ist jetzt EU-Realität – nachzulesen unter ZIA und im FAQ der SFCP.
Von der SFDR zur CSRD: Wie es zur Taxonomie kam
Du fragst dich, wo der ganze Hype herkommt? Startschuss war 2021 mit der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR). Seit dem müssen Fondmanager und Kapitalverwalter transparent machen, wie sie Umwelt, Soziales und Governance managen – Stichwort: ESG! Die Taxonomie-Verordnung selbst läuft seit 2020, anwendbar seit 2022. Für dich besonders relevant: Nicht-Finanzunternehmen berichten seit letztem Jahr, Finanzunternehmen jetzt neu seit 2024. Alle müssen offenlegen, wieviel Umsatz, CapEx und OpEx auf taxonomiekonforme Aktivitäten entfallen. Mehr Details dazu liefert Grant Thornton und der Ogni-Leitfaden.
Wer muss jetzt genau was berichten?
Ab 2024 gilt die neue Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die den Kreis der Berichtspflichten deutlich ausweitet. Große Unternehmen (über 500 Mitarbeitende, 20 Mio. Bilanzsumme oder 40 Mio. Umsatz) sind schon jetzt dabei. Ab kommendem Jahr treffen die Vorgaben Firmen, die zwei dieser drei Schwellen überschreiten, und ab 2026 dann auch börsennotierte KMU und kleine Kreditinstitute. Am Ende redest du von über 11.000 Unternehmen europaweit – von Banken über Versicherer bis zu Immobilieninvestoren. Falls deine Company nicht direkt verpflichtet ist, lieferst du spätestens Daten zu, wenn eines deiner Partnerunternehmen in der Lieferkette prüft. Alles dazu auch auf TaylorWessing und im Bundestagsreport.
Praktische Auswirkungen für Immobilienunternehmen
Was genau musst du jetzt in deinem Immobilienportfolio prüfen? Für Neubauten zählt die Effizienzklasse A als Standard, für Sanierungen brauchst du eine relative Verbesserung des Primärenergiebedarfs um 30 Prozent – dokumentiert mit Energieausweisen. Für bestehende Immobilienanschaffungen genügt bei Bestandsobjekten entweder die Klasse A oder eben dieser 30-Prozent-Shift. Beim Abriss dürfen eigentlich nur noch nachhaltige Alternativen gezogen werden – alles nachzulesen im Wüest Partner Ratgeber und bei eeule.
So läuft’s im Alltag – zwei Beispiele aus dem Real Estate-Leben
Beispiel 1: Dein Verwaltungsobjekt stammt aus den 80ern, energetisch sanierst du nach GEG § 48 und erreichst 30 Prozent weniger Primärenergie – Glückwunsch, jetzt bist du taxonomiekonform! Das ist für alle CSRD-Berichte Gold wert.
Beispiel 2: Du vermarktest einen Neubau, der nicht nur die DNSH-Kriterien (z. B. Hitzeschutz, grüne Infrastruktur) erfüllt, sondern auch noch Klasse A erreicht – dann ist jeder Euro Umsatz in diesem Projekt bei ESG-Fonds gefragt. Tiefergehende Erläuterungen findest du in der Analyse von CREATE/SFCP und bei Banking.Vision.
Risiken und Investorenerwartungen: Kein Platz mehr für Greenwashing
Druck kommt nicht nur von der EU, sondern vor allem von Investoren. Viele Portfolios kommen bei Themen wie Klimaanpassung oder Wassereffizienz längst an ihre Grenzen. Energieausweise und Verbrauchsdaten gewinnen an Bedeutung, denn nicht-konforme Assets laufen Gefahr, zu „Stranded Assets“ (Wertverluste durch CO₂-Abgaben und Klimarisiken) zu mutieren. Eine clevere ESG-Strategie, die auch Stichproben standhält, ist gefragt. Die Industrie-Insights gibt’s bei der Bauindustrie und zum Taxonomie-Check zum Beispiel bei TÜV.
Zahlen, Daten, Fakten in Kürze
Kurz und kompakt: Rund 11.000 Unternehmen europaweit müssen mit neuen Berichtspflichten klarkommen, viele davon aus dem Immobilien-Sektor. Offenlegen musst du Umsatz, CapEx und OpEx aus „grünen“ Tätigkeiten. Finanzfirmen berichten zusätzlich die Portfoliogröße an taxonomiekonformen Geschäften. Berichtspflichten gelten schon fürs Geschäftsjahr 2022, mit CSRD-Ausweitung bis spätestens 2026. Dank der neuen Schwellen und Vorlagen sparst du echten Aufwand ein – ist jetzt auch in der Praxis angekommen. Details headline-mässig im Haufe-Artikel und im Banking Vision Guide.
Was heißt das jetzt wirklich für dich?
Das neue Regelwerk ist ein Meilenstein: Endlich wird transparente Berichterstattung für dich machbar und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltiger Immobilien am Markt gestärkt. Taxonomiekonforme Gebäude ziehen Investoren an, die ESG-Scoring im Ranking ganz nach oben legen – gerade, wenn Rendite nur noch nachhaltig zu haben ist. Mit Fokus auf Taxonomie und smarte Digitalisierung kannst du dich abheben und den Wert deiner Objekte für die Zukunft absichern. Warum jetzt Umsetzung und Vorbereitung non-negotiable sind, liest du bei TaylorWessing und im Haufe-Portal.
5 heiße Tipps – so klappt der Compliance-Boost
- Portfolio checken: Starte einen schnellen Taxonomie-Check per Online-Tool oder schnapp dir Energieausweise, Verbrauchsdaten und DNSH-Belege.
- Daten digitalisieren: Nutze die Vorlagen & FAQs der Kommission für slicke, fehlerfreie Berichte.
- Sanierungen first: Ziele auf die 30 % Energieeinsparung und qualifiziere neue und bestehende Erwerbe für die Berichtspflichten.
- Netzwerke nutzen: Fordere von deinen Mietern rechtzeitig Klasse-B-Nachweise. Kooperation mit Zertifizierern wie eeule spart dir richtig Zeit.
- Train your team: Schicke dein Team ins ESG- und Taxonomie-Update, damit ihr auch die härtesten Investorenfragen mit Links beantworten könnt.
Wer jetzt investiert, hat nicht nur weniger Risiko, sondern auch beste Aussichten auf grüne Finanzierungen und solide Marktstellung im nachhaltigen Immobiliengeschäft. [Quelle] [Quelle]
Fazit: Der neue Standard in Sachen Nachhaltigkeit
Die EU-Taxonomie 2025 ist mehr als nur ein weiteres Reporting-Instrument – sie ist dein Schlüssel, um Immobilien zukunftsfest, attraktiv und compliant zu machen. Wer jetzt die Prozesse digitalisiert und das Team fit macht, wird vom Hype zum echten Sustainability-Champ. Go green, go smart – und sichere deinen Wettbewerbsvorteil auf dem Immobilienmarkt von Morgen! [Quelle] [Quelle]





